How to date a feminist

von Samantha Ellis

Kate steht auf Machos, Steve ist Feminist. Er ist in einem Frauenprotestcamp aufgewachsen, sie als behütetes Einzelkind in einem Londoner Vorort. Kates Vater findet Steve zu „anders“. Steves Mutter hält Kate für materialistisch und unemanzipiert. Dennoch finden Kate und Steve einander unwiderstehlich. In Samantha Ellis‘ gefeierter, schlagfertiger Romantic Comedy werden die Herausforderung von Beziehungen in unserer unendlich komplizierten Gegenwart und die Widersprüchlichkeiten moderner Geschlechterrollen aufs Korn genommen. Schon während ihrer Hochzeitsfeier geht Kates und Steves Ehe in die Brüche. Werden beide über ihren Schatten springen können, um doch noch ein gemeinsames Happy End zu finden?

Fotos: Anna Högerle

Besetzung

Premiere: 01. Juni 2023, Prinz-Regent-Theater Bochum

Bühne: Alexander Vaassen
Kostüm: Wynonna Nixel
Regieassistenz: Kerstin Sommer
Körperarbeit: Ivan Lukic

Kate / Morag / Carina – Maja Lilly Dickmann
Steve / Joe / Ross – Samuel Türksoy

Impressionen

Romantic Comedy…

…wird das beliebte Hollywood Genre genannt, in dem zwei frisch Verliebte dabei beobachtet werden, wie sie durch allerlei Schwierigkeiten und böse Differenzen in Richtung Happy End schlittern. Die Inszenierung greift Samantha Ellis’ Virtuosität in diesem Genre auf und verführt mit kleinen ästhetischen Irritationen und Bezügen zu aktuellen (feministischen) Diskursen das Publikum zur niedrigschwelligen Auseinandersetzung.

Impressionen

Als Bühnenbild…

…nur eine Wand mitten im Raum. Im Stile der Commedia dell’arte ist hinter dieser Wand alles möglich: Hier verwandelt sich eine Figur in die andere (die beiden Spieler*innen spielen jeweils alle Männer- bzw. Frauenfiguren), streitet die Hochzeitsgesellschaft, verführen sich die Paare und verbrennen Hochzeitskleider.

Gaslighten…

…wird die Form psychischer Manipulation bezeichnet, mittels der das Gegenüber die Ansichten oder Interessen des*der Manipulator*in entgegen des eigenen Interesses übernimmt. Im Bühnenbild als Graffiti stetig präsent und in den Handlungen der Figuren treibender Motor ist der Versuch, solche toxischen Strategien in Beziehungen und Begegnungen zu unterlassen – auch wenn die (gesellschaftlichen) Strukturen sie eigentlich begünstigen.

„How to date a feminist“ reißt die Premierenbesucher im ausverkauften Saal förmlich von den Sitzen, […] Regisseur Alexander Vaassen beweist Gespür für Timing und Tempo.“

WAZ

„Multitalentierte Schauspieler, Tänzer, Sänger und Musiker - und bereits mit Beifall auf offener Szene belohnte Slapstiker.“

Hallo Herne